06.09.2022

27.10.2022 – Netzwerktreffen: Stabilität, Verbindungen, Schallschutz

digitize wood und das Zentrum Holzbau Schwarzwald blicken auf ein erfolgreiches Netzwerktreffen zwischen Forschung und Praxis im Holzbau zurück. Bei der Tagesveranstaltung am 27.10.2022 im Kurhaus Menzenschwand im Südschwarzwald ging es um die Themen Stabilität, Holzverbindungen und Schallschutz.

Die Veranstaltung gab Einblicke in die aktuellen Forschungsstände des Exzellenzclusters IntCDC an der Universität Stuttgart sowie Praxisberichte von Betrieben aus der Region Südschwarzwald. Bauschaffende aus Architektur, Ingenieurwesen, Handwerk und Holzbau-Interessierte erhielten einen breiten Überblick über die aktuellen sowie zukünftigen Themen des Holzbaus. Ein geführter Waldspaziergang und Zeit für Austausch und Netzwerken rundeten den Wissensaustausch ab.

Netzwerktreffen – Stabilität, Verbindungen, Schallschutz

Programm

9.00 Uhr Empfang und Frühstück

9.30 Uhr Begrüßung, Stefan Kudermann, Geschäftsführer, Zentrum Holzbau Schwarzwald

9.40 Uhr Impuls der Holzbau-Offensive BW, Bernhard Panknin, Referatsleiter – Referat 54 Holzbasierte Ökonomie, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

9.55 Uhr Vorstellung des Zentrum Holzbau Schwarzwald, Stefan Kudermann, Geschäftsführer, Zentrum Holzbau Schwarzwald

10.15 Uhr Holzbauforschung am Excellenzcluster IntCDC der Universität Stuttgart, Moritz Mahlke, Manager Plattform digitize wood, Exzellenzcluster IntCDC

10.45 Uhr Mehr Gebäude aus Holz bauen: Die ressourcenschonende Kombination von Holzrahmenbau und Massivholzbau für mehrgeschossige Gebäude. Herbert Duttlinger, Geschäftsführender Gesellschafter, Holzbau Bruno Kaiser GmbH

11.30 Uhr Stabilitätsnachweis von Holzstützen. Biegeknicknachweis von Stützen nach aktuellem Eurocode 5 und Versuchsaufbauten zum Vergleich von BauBuche mit Brettschichtholz aus Nadelholz. Überarbeitung des Eurocode 5 hinsichtlich der erweiterten Nachweise für Stützen aus Buchen-Furnierschichtholz. Janusch Töpler, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Konstruktion und Entwurf (KE) der Universität Stuttgart, Exzellenzcluster IntCDC

12.15 Uhr Mittagessen

13.15 Uhr Begrüßung, Martin Kistler, Landrat, Landkreis Waldshut

13.30 Uhr Der Wald und seine Bäume: Wie sind Wald und Baum aufgebaut, wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Florian Zimmermann, Forstrevierleiter, Menzenschwand

Geführter Waldspaziergang. Bitte bringen Sie festes Schuhwerk und warme Kleidung mit.

15.30 Uhr Einfache Holzverbindungen für die Montage, Alexander Leib, Geschäftsführender Gesellschafter, DIE HOLZBAUINGENIEURE

16.15 Uhr Stabdübelverbindungen in Buchen-Furnierschichtholz. Aktuelle Versuchsergebnisse zu Zugversuchen an Stahl-Holz-Stabdübelverbindungen in Buchen-Furnierschichtholz. Ermittlung der Steifigkeit im Versuch und Beispiel zur normativen Berechnung nach Eurocode 5. Lea Buchholz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Konstruktion und Entwurf (KE) der Universität Stuttgart, Exzellenzcluster IntCDC

17.00 Uhr Kaffee

17.15 Uhr Schallschutz von Deckenbauteilen – Erfahrungen aus der Praxis, Markus Rupprecht, Leiter Engineering und F&E, Lignotrend

18.00 Uhr Nachhaltig orientierter Schallschutz im mehrgeschossigen Holzbau. Akustisches Verhalten von Holzgeschossdecken unter Berücksichtigung der ökologischen Qualität und Einblick in die Lösungsansätze vom Exzellenzcluster IntCDC. Theresa Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Akustik und Bauphysik (IABP) der Universität Stuttgart, Exzellenzcluster IntCDC

18.45 Uhr Ausklang, kleines Abendessen

Partner

Exzellenzcluster Integrative Computational Design and Construction for Architecture (IntCDC)

Die Universität Stuttgart richtete 2019 den Exzellenzcluster "Integrative Computational Design and Construction for Architecture" ein. Mit einer Förderdauer von zunächst sieben Jahren ist ein Exzellenzcluster die bedeutendste und umfangreichste Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Erstmals wird ein Exzellenzcluster im Bereich der Architektur vergeben. Er wird dazu beitragen, ein international sichtbares Forschungszentrum zu etablieren.

 

Zentrum Holzbau Schwarzwald

Als Zentrum für Innovations- und Wissenstransfer wird das ZHS die regionalen Kompetenzen in den Bereichen Holzbau, Forst, Architektur, Design, Innenausbau bündeln und den Austausch zwischen Forschung und Praxis fördern. Die Praxis wird mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen zusammengebracht, um den Holzbau voranzutreiben und so einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung zu leisten. Es geht auch um die Frage, wie in Zeiten des Klimawandels der Wald zukünftig aussehen wird und die Rohstoffversorgung garantieren kann. Kontakte zu Hochschulen aus Forstwissenschaft, Bauplanung und Architektur wurden bereits geknüpft. Auch regionale Initiativen wie Naturpark Südschwarzwald, das Biosphärengebiet Schwarzwald, der Klimapartner Oberrhein und viele weitere haben sich aktiv in die Entwicklung des ZHS eingebracht. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg hat von Anfang an das Projekt mit entwickelt.

Als Träger wurde eine eigene gemeinnützige GmbH gegründet. Gesellschafter sind die Unternehmen Baur WohnFaszination, GUTEX, Holzbau Bruno Kaiser, Holzwarth, Lignotrend und Rothmund Leimholz, das Berufsförderungswerk der Südbadischen Bauwirtschaft, der Verein Bauwerk Schwarzwald, die Sparkasse St. Blasien, die Stadt St. Blasien und der Landkreis Waldshut.

Die Verwendung von Holz hat im Schwarzwald eine lange Tradition. Im Landkreis Waldshut haben einige der innovativsten Unternehmen der Branche ihren Firmensitz. Im Fokus des ZHS stehen Kinder, Schüler und Studenten mit ihren Lehrkräften, aber auch alle Betriebe, Handwerker, die sich mit dem Thema Holz beschäftigen. Speziell sie sollen von den Angeboten des ZHS profitieren. Ein umfangreiches Weiterbildungsangebot wird das Wissen „in die Fläche“ tragen.

digitize wood ist ansässig am Exzellenzcluster IntCDC an der Universität Stuttgart und wird vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) im Rahmen der Holzbau-Offensive BW gefördert.