13.04.2023

23. – 25.05.2023 – Hackathon – Laubholz und Prozessoptimierung regionaler Wertschöpfungsketten im Holzbau

Interdisziplinäre Studierenden-Teams entwickeln an der Universität Stuttgart Ideen für den Holzbau von morgen

Vom 23. – 25.05.2023 fand an der Universität Stuttgart ein Ideen Hackathon zu den Themen Laubholz und Wertschöpfungsketten im Holzbau statt. Unter dem Motto #hackinghardwood entwickelten 53 Studierende aus den Fächern BWL, Architektur, technische Kybernetik, Informatik und einigen weiteren Ingenieurswissenschaften Ideen und Konzepte zu aktuellen Themen der Holzbaubranche. Die Themen Rohstoffverwertung, Upcycling und Datenaustausch lagen den Studierenden besonders am Herzen.  

Hackathon in der Stuttgarter Zeitung

Hackathon

 „Für eine Bauwende brauchen wir Sie und ihre inspirierenden und realisierbaren Visionen!“ ermutigte Minister Peter Hauk MdL die Studierenden zu Beginn der Veranstaltung. Im weiteren Verlauf hatten die Studierenden die Möglichkeit, tief in die Thematiken der Branche einzutauchen und in interdisziplinären Teams praxisnah zu arbeiten.

Unterstützt wurden sie dabei u.a. von den Firmen Holzwerk Keck, Holzbau Schaible, HolzBauWerk Schwarzwald und müllerblaustein HolzBauWerke, die ihnen bei Betriebsfügrungen Einblicke in den Arbeitsalltag der Branche gaben und während der gesamten Veranstaltung als Mentoren zur Seite standen.

In den anschließenden Workshops lernten die Studierenden die gesammelten Eindrücke in Unternehmens- und Geschäftsmodelle umzuwandeln. Dabei wurden sie vom Institut für Entrepreneurship und Innovationsforschung (ENI) angeleitet. Das ENI fördert Unternehmertum an der Universität Stuttgart in Theorie und Praxis mit einem interdisziplinären Ansatz, der neue Technologien, Innovation und Wissenschaft mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit verbindet und dabei vor allem auf praxisnahe Lehrveranstaltungen setzt.

Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierten die Studierenden ihre Ideen in einem fünfminütigen Pitch. Eine Fachjury kürte anschließend die drei besten Konzepte und verlieh eine Anerkennung. Den ersten Platz verlieh die Jury dem Projekt Kata Wood, bei dem Verschnitte und Restholz digital erfasst und über eine Plattform an holzverarbeitende Gewerke angeboten oder sogar für die weitere Verwendung mittels KI berechnet werden sollen.

Die Ideen und Konzepte im Überblick

Kata Wood, 1. Platz

Etwa 75% eines Laubbaumes werden derzeit nicht hochwertig verarbeitet. Statt Verschnitte und Restholz zu verbrennen soll das Holz mittels 3D Scan erfasst und für den Zugriff durch holzverarbeitende Gewerke auf einer Plattform angeboten werden. So können auch kleine Holzstücke geschnitten und getrocknet werden. Des Weiteren kann die Verwendung der Holzstücke durch KI berechnet werden. Die Lagerung des Holzes erfolgt in den Sägereien.

digital forester, 2. Platz

Während der Corona Pandemie stieg die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die den Wald regelmäßig besuchten. Die App digital forester verbindet Sensibilisierung und Information über den Wald mit der gleichzeitigen Datensammlung über ihn. Die Nutzerinnen und Nutzer können z.B. durch Fotos und Kommentare Hinweise über den Zustand der Bäume, tote Tiere, Pollenflug und vielem mehr an das Forstamt geben.

Artemis, 3. Platz

Artemis stellt für die bessere Vernetzung der Planung und Fertigung im Holzbau eine Kommunikationsplattform bereit. Damit sollen nicht nur alle beteiligten Wertschöpfungsketten in einer übergreifenden Plattform zusammengeführt werden, sondern auch Politik und Forschung. In einem Forum können Fragen geklärt und Holzverschnitte angeboten werden.

Tree Top, Anerkennung

Nicht nur bei der Holzproduktion fällt viel Ausschuss an, auch beim Abriss von Häusern wird viel hochwertiges Altholz entsorgt. Für den Ankauf, die Aufbereitung und den Weiterverkauf bietet Tree Top eine Plattform, die nicht als Händler, sondern als Plattform für bereits bestehende Handelsbeziehungen dienen soll und gleichzeitig die Verwendung von Ausschuss erhöht.

#hackinghardwood

digitize wood ist ansässig am Exzellenzcluster IntCDC an der Universität Stuttgart und wird vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) im Rahmen der Holzbau-Offensive BW gefördert.